Frieden in Nahost ist möglich
Mit einer korruptionsfreien, demokratischen und entmilitarisierten „Bundesrepublik Palästina“.
Ich glaube an die Realisierung der Stufe 2 des Trumpschen Friedensplans für Gaza, die die Einsetzung einer Expertenregierung und den Wiederaufbau des Küstenstreifens vorsieht.
US-Präsident Donald Trump ist für seine „Methode Brecheisen“ bekannt. Die Vorbereitungen gehen weiter. Wenn aber die internationalen Truppen, sofern sie eingesetzt werden, die Hamas nicht entwaffnen, wird es Israel tun. Dann beginnt Stufe 2 eben anders. Nach 1945 konnte ein neues Deutschland auch nur entstehen, weil die besiegte NS-Führung kapituliert hatte. Mich wundert, dass nicht einmal Deutschlands Politik-, Medien- und Wissenschaftsklasse die Ähnlichkeit erkennt zwischen Deutschland nach und seit 1945 einerseits und Gaza-Palästina andererseits.
Wie könnte es konstruktiv weitergehen?
Für den Gazastreifen: Entwaffnung der Hamas, Aufbau pluralistischer, gewaltfreier Politik, Wahlen. Gründung eines Kantons „Gaza-Palästina“. Dieser Kanton bildet mit dem Kanton „Westjordanland-Palästina“ und einem neuen, korruptionsfreien, demokratischen politischen System den entmilitarisierten Staat „Bundesrepublik Palästina“. Es gefalle oder nicht, die jüdischen Siedler bekommt man von dort nicht weg. Aber wenn Juden überall leben dürfen – wenn man sie überleben lässt – warum nicht auch im Westjordanland im Rahmen der entmilitarisierten Bundesrepublik Palästina? Ich schockiere Sie und die Leser weiter: Zum Zeitpunkt x wird auch das heutige Jordanien „Palästina“. Rund 80 Prozent der Staatsbürger Jordaniens sind nämlich Palästinenser. Dann besteht Palästina aus Gaza plus Westjordanland plus Jordanien.
Interview mit dem Südkurier am 24. Dezember 2025
