Neue Studie korrigiert Fehleinschätzungen zu Herbert von Karajan
Michael Wolffsohns jüngstes Buch "Genie und Gewissen – Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus" ist im Verlag Herder erschienen.
Die Rolle Herbert von Karajans (1908–1989) im Nationalsozialismus gehört seit Jahrzehnten zu den umstrittensten Kapiteln der Musik- und Zeitgeschichte. Politische Zuschreibungen, verkürzte Deutungen und widersprüchliche Darstellungen haben das Bild eines der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts nachhaltig mitgeprägt. Eine neue Studie des Historikers Michael Wolffsohn legt nun eine umfassende, quellenbasierte Neubewertung vor. Die Studie in Buchform ist im Februar 2026 im Verlag Herder erschienen unter dem Titel Genie und Gewissen – Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus.
Pressemitteilung (Deutsch, PDF)
Press Release (English, PDF)
Zusammenfassung (German, PDF)
Study Summary (English, PDF)
Michael Wolffsohn: Genie und Gewissen – Herbert von Karajan zwischen Musik und Nationalsozialismus. Verlag Herder, 1. Auflage 2026, Gebunden, 304 Seiten, 26,00 €. ISBN: 978-3-451-07317-5.
Hier kann das Buch bestellt werden.
Medienstimmen
Genie und Gewissen ist keine simple Verteidigungsschrift, sondern führt einem die Mehrdimensionalitäten einer Künstlerexistenz im Nationalsozialismus so eindringlich vor Augen, so nah wie wenige andere Bücher.
Christine Lemke-Matwey in der ZEIT
Das Buch plädiert dafür, die Autonomie der Kunst und die individuelle Verantwortung jenseits von Schwarz-Weiß-Kategorien zu betrachten.
Axel Brüggemann im Podcast Backstage Classical
Interviews zum Buch
Frankfurter Allgemeine: „War Herbert von Karajan auch ein Gesinnungsnazi?“ (Autor: Jan Brachmann)
Salzburger Nachrichten: Nationalsozialismus und Herbert von Karajan: Wie belastet ist der Dirigent wirklich? (Autorin: Hedwig Kainberger)
Backstage Classical: Karajan zwischen Göring und Goebbels (Podcaster: Axel Brüggemann)
Buchvorstellungen
19. Februar 2026 – Wiener Staatsoper
18. März 2026 – Salon Luitpold, München (Gespräch mit Andreas Bönte)
