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Wolffsohn entzieht sich jeder Vereinnahmung konsequent und dickköpfig. Er mag das nicht, das »diplomatische Ver- und Übermitteln oder das verdeckende Überzuckern«, er ist weder Befehlsempfänger noch Diplomat sondern Professor geworden, weil das von "profiteri" komme - von "Bekennen".

Cora Stephan in der "Welt"

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Mitläufertum an Universitäten: Zu viel Bekenntnis, zu wenig Erkenntnis

Einen Überschuss an Meinung und einen mitunter deutlichen Mangel an Fakten gibt es auch unter Historikern.

Also klare Abfolge: erkennen, benennen, bekennen. Und ich kritisiere an weiten Teilen der Geisteswissenschaften, dass zu viel Bekennen ist und zu wenig Erkennen. Das führt dazu, dass man die Gegenthese zum eigenen Forschungsstand erkennt, dann aber eben nicht benennt. 

Besonders absurd wird es – jetzt kommt meine Herkunft ins Spiel –, wenn mich die Nachfahren der Täter oder der Mitläufer, die sich nun heute als Mainstream-Mitläufer betätigen und mich belehren wollen, wie ich die Räuber und Mörder meiner Vorfahren einzuordnen habe. Und da sage ich, liebe Leute, genug, kleine Denkpause einlegen. 

Interview mit Ralf Schuler – Fragen, was ist am 10. März 2026