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Wolffsohn entzieht sich jeder Vereinnahmung konsequent und dickköpfig. Er mag das nicht, das »diplomatische Ver- und Übermitteln oder das verdeckende Überzuckern«, er ist weder Befehlsempfänger noch Diplomat sondern Professor geworden, weil das von "profiteri" komme - von "Bekennen".

Cora Stephan in der "Welt"

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Das ist unser Krieg

Die ergebnislos beendeten Gespräche zwischen den USA und dem Iran waren Taktik und psychologische Kriegsführung.

Beide Seiten wollten zeigen, dass man verhandlungsbereit ist. Aber es war vorher nichts gelöst und ist jetzt nichts gelöst.

Für den Konflikt gäbe es eine politische Lösung, aber die ist momentan nicht sichtbar. Die iranische Seite beharrt auf ihrem Atomprogramm und macht längst kein Geheimnis mehr daraus, dass sie viel angereichertes Uran hat. Wo, wissen wir nicht genau, das wissen auch die amerikanischen und israelischen Geheimdienste nicht genau.

Das Signal ist völlig klar: Der Iran will nuklear aufrüsten. Das ist bislang immer bestritten worden und viele im Westen, auch in Deutschland, haben den Kopf in den Sand gesteckt. 

Zweitens ist das iranische Raketenarsenal immer noch vorhanden. Die Raketen des Iran sind nicht „nur“ eine Bedrohung für Israel, sondern für die gesamte Region. Das haben wir in den letzten Wochen erlebt. Betroffen ist nicht zuletzt die Ölproduktion auf der arabischen Halbinsel: also in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Kuweit und Bahrein.

Insofern ist das Gerede, auch bei uns in Deutschland, das sei nicht unser Krieg, absolute Realitätsflucht. Es ist unser Krieg. Jeder, der tankt und die Inflation spürt, merkt: Das ist unser Krieg.

Interview mit Welt TV am 12. April 2026