Michael Wolffsohn fordert Bundeskanzler Merz zur Minderheitsregierung auf
Im Konsens der Demokraten könne man dann in wichtigen Sachfragen gemeinsam abstimmen.
Die Tagespost: Zur aktuellen Lage in Deutschland befragt, kritisierte Wolfssohn eine einseitige Publizistik. „Es ist verantwortungslos, wie einseitig bis heute die Situation in Gaza dargestellt wird.“ Viel zu wenig würde nach den Ursachen von Entwicklungen gefragt, stattdessen beschäftige man sich vor allem mit den Bildern gegenwärtigen Leids.
Bundeskanzler Friedrich Merz empfahl er eine Minderheitsregierung. Im Konsens der Demokraten könne man dann in wichtigen Sachfragen gemeinsam abstimmen. Bei den anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sieht der in Berlin lebende Wolfssohn die AfD bereits als Sieger, den Menschen dort sei offensichtlich nicht mehr zu helfen. „Aber eine Katastrophe wäre in meinen Augen ein Wahlsieg der AfD in den kleineren Ost-Ländern auch nicht“, betonte Wolfssohn in seiner abgeklärten Betrachtungsweise, die sich durch den ganzen Abend zog. Als alter Mann sei er allerdings, was die Zukunft insgesamt betrifft, skeptisch.
Bericht von einer Veranstaltung der katholischen Tagespost zum Deutschen Katholikentag in Würzburg, 13. Mai 2026
