m wolffsohn logo promo 1 1

Wolffsohn entzieht sich jeder Vereinnahmung konsequent und dickköpfig. Er mag das nicht, das »diplomatische Ver- und Übermitteln oder das verdeckende Überzuckern«, er ist weder Befehlsempfänger noch Diplomat sondern Professor geworden, weil das von "profiteri" komme - von "Bekennen".

Cora Stephan in der "Welt"

m wolffsohn  Titel frei 1 3

Phrasen bringen keinen Frieden in Nahost

Deutschland und die EU sollten darüber nachdenken, wie man konstruktiv zu einer Friedensregelung beitragen kann.

Der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hat gezielte Tötungen von Palästinensern im Gaza-Streifen gefordert und wurde dafür von deutschen und europäischen Politikern scharf kritisiert.

Ja, diese Äußerungen sind skandalös, denn Mörder kann man nicht durch Mord bekämpfen. Aber wir sollten nicht vergessen, dass Ben-Gvir ungefähr 6 Prozent der israelischen Bevölkerung hinter sich hat und die deutschen Rechtsextremisten der AfD knapp 30 Prozent. Wer in Deutschland Israel kritisiert, und das ist absolut legitim, sitzt selber im Glashaus.

Die Situation im Westjordanland hat sich seit 1977, als die israelischen Siedlungen ausgebaut wurden, im Grunde genommen nicht verändert. Das Ergebnis sehen wir ja. Das bedeutet, dass es Zeit wäre, darüber nachzudenken, was man in Deutschland und der EU konstruktiv für eine Friedensregelung machen kann außer der ständigen Wiederholung von Phrasen.

Interview mit Welt TV am 20. August 2026