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Wolffsohn entzieht sich jeder Vereinnahmung konsequent und dickköpfig. Er mag das nicht, das »diplomatische Ver- und Übermitteln oder das verdeckende Überzuckern«, er ist weder Befehlsempfänger noch Diplomat sondern Professor geworden, weil das von "profiteri" komme - von "Bekennen".

Cora Stephan in der "Welt"

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Israel-Wahl: Opposition in der Sackgasse

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist deutlich stärker aus der Parlamentswahl hervorgegangen als vorhergesagt.

Alle Meinungsumfragen hatten ergeben, dass er haushoch verlieren würde. Die Medien haben im Grunde genommen versucht, ihn aus dem Amt zu jagen – ob zurecht oder zu unrecht.

Die Opposition um Gadi Eisenkots Partei Jaschar hat sich von vornherein in eine Sackgasse begeben. 

Die israelische Gesellschaft – die innerjüdische und die jüdisch-arabische – ist gespalten. Das erfordert ein intensives Nachdenken über eine Brückenfunktion. Wenn es die Bereitschaft gäbe, eine Koalition mit einer arabischen Partei oder den arabischen Parteien zu bilden, dann wäre eine Koalition möglich und ein völlig neues Verhältnis zwischen Juden und Arabern im Sinne der Verteilung von Gütern im jüdischen Staat.

Weltweit müssen diejenigen, die den Populismus zurecht bekämpfen, überlegen, ob die auch in Israel angewandten Instrumente richtig im Sinne von erfolgreich sind. Das ist die Lehre der Wahlen von gestern weit über Israel hinaus.

Interview mit dem Deutschlandfunk am 28. Oktober 2026